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16.10.2018 | Pflegeversicherungs- beitrag 2019: Erhöhung vom Kabinett beschlossen

Pflegebedürftige in Deutschland sollen gut betreut werden - Fachkräfte werden akut gesucht. Das treibt die Kosten und führt dazu, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer zum 1.1.2019 mit höheren Beiträgen in der Pflegeversicherung rechnen müssen.

Zum 1.1.2019 soll der Pflegeversicherungsbeitrag um 0,5 Punkte auf 3,05 Prozent des Bruttoeinkommens steigen. Das hat das Bundeskabinett am 10.10.2018 beschlossen. Beitragszahler ohne Kinder müssen durch den Kinderlosenzuschlag (0,25 Prozent) künftig 3,3 Prozent zahlen.

Beitragserhöhung soll Finanzen der Pflegekassen stabilisieren

Erwartet werden insgesamt jährliche Mehreinnahmen von 7,6 Milliarden Euro. Die Anhebung soll die Finanzen der Pflegekassen stabilisieren, denen angesichts von immer mehr Pflegebedürftigen ein Milliardendefizit droht. Außerdem plant die Koalition Maßnahmen gegen die Personalnot in der Pflege.

Derzeit liegt der Pflegeversicherungsbeitrag bei 2,55 Prozent des Bruttoeinkommens, bei Kinderlosen bei 2,8 Prozent. Ab dem 1.1.2019 soll der Pflegeversicherungsbeitrag dann bei 3,05 bzw. 3,3 Prozent liegen. Bei Arbeitnehmern zahlt die Hälfte des Beitrags der Arbeitgeber, aber ohne den Kinderlosenzuschlag. Der Arbeitgeberanteil Versicherungspflichtiger beträgt dann 1,525 Prozent.

Pflegeversicherungsbeitrag 2019: Sachsen

Im Freistaat Sachsen gilt die Parität aufgrund eines nicht aufgehobenen Feiertages nicht. Dort beträgt der Anteil für Arbeitnehmer ab dem 1.1.2019 2,025 Prozent und für Arbeitgeber 1,025 Prozent.

Pflegeversicherung 2019 steigt - Arbeitslosenversicherung sinkt

Während der Pflegeversicherungsbeitrag zum neuen Jahr um 0,5 Prozent steigt, soll gleichzeitig der Arbeitslosenversicherungsbeitrag zum 1.1.2019 von 3 Prozent auf 2,5 Prozent des Bruttoeinkommens gesenkt werden. Das geht aus einem Gesetzentwurf, welches das Bundeskabinett am 19.9.2018 beschlossen hat hervor.

Quelle: haufe online

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