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17.06.2019 | Fahrräder für Mitarbeiter: Orientieren Sie sich an den Vorgaben der Finanzverwaltung

Überlässt Ihr Unternehmen einem Mitarbeiter ein Fahrrad zur Nutzung, berechnen Sie den geldwerten Vorteil, der als Arbeitsentgelt zu versteuern und sozialversicherungsrechtlich zu verbeitragen ist. Nach dem Erlass der Finanzbehörden gelten dabei folgende Richtwerte:  

  1. Nach §8 Abs. 2 Satz 10 EStG gilt als monatlicher Durchschnittswert der privaten Nutzung (einschließlich Privatfahrten, Fahrten zwischen Wohnung und der ersten Tätigkeitsstätte sowie Familienheimfahrten im Rahmen der doppelten Haushaltsführung) 1 % der auf volle 100 € abgerundeten unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers, Importeurs oder Großhändlers zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Fahrrads (einschließlich USt).
  2. Überlässt der Arbeitgeber einem Mitarbeiter das betriebliche Fahrrad erstmals nach dem 31.12.2018 und vor dem 01.01.2022, wird als monatlicher Durchschnittswert  der privaten Nutzung 1 % der auf volle 100 € abgerundeten halbierten unverbindlichen Preisempfehlung festgesetzt. Es kommt dabei nicht auf den Zeitpunkt an, zu dem der Arbeitgeber dieses Fahrrad angeschafft, hergestellt oder geleast hat.
  3. Wurde das Fahrrad vor dem 01.01.2019 vom Arbeitgeber bereits einem Arbeitnehmer zur privaten Nutzung überlassen, bleibt es bei einemWechsel des Nutzungsberechtigten nach dem 31.12.2018 für dieses Fahrrad beim Ansatz aus dem gesamten Anschaffungspreis.
  4. Die Freigrenze für Sachbezüge von 44 € monatlich ist weder bei Anwendungen der Nr. 1 noch bei Anwendung der Nr. 2 ansetzbar.

Ansprechpartner

Ralf van gen Hassend
Steuerberater
Partner in Duisburg

Tel.: +49 (0) 2065/ 9088-0
Fax: +49 (0) 2065/ 9088-50
Email: ralf.vangenhassend(at)g-h-p.de