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Montag, <ST1:DATE Year="2006" Day="27" Month="11" ls="trans">27. November 2006</ST1:DATE> |
Einsatz für junge Menschen in der Kastanienallee JUGENDHILFE / Steuerberatungsbüro Grüter, Hamich & Partner gibt 1000 Euro für Notschlafstelle „Raum_58“
Manuela Grötschel, Leiterin der Notschlafstelle „Raum_58“, kann sich freuen über 1000 Euro für ihre Einrichtung. Das Steuerberatungsbüro Grüter, Hamich und Partner unterstützt mit diesem Betrag die Einrichtung in der Kastanienallee 58, die vom Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) Essen Mitte e.V. und vom CVJM Sozialwerk Essen getragen wird. Der „Raum_58“ bietet auf der Straße lebenden Jugendlichen von 14 bis 21 Jahren eine Übernachtungsmöglichkeit, ein Frühstück und Beratung. 100 Jugendliche haben diese Möglichkeit allein im ersten Quartal 2006 wahrgenommen, mit zusammen etwa 800 Übernachtungen.
„Bereits Anfang des Jahres hatten wir uns das Ziel gesetzt, insgesamt 3000 Euro zusammenzubringen als Spende“, erläutert Bernd Nowack von Grüter, Hamich und Partner den Einsatz seines Hauses. „Vorbedingung war, dass die betreffende Einrichtung einen Dienst für Kinder und junge Menschen leistet und jeweils vor Ort arbeitet.“ So unterstützen die Steuerberater anteilig die Kinderkrebshilfe in Krefeld und das „Schmale Haus“ in Meißen – in Krefeld und Meißen bei Dresden sind zwei der fünf Filialen des aus Duisburg stammenden Steuerbüros, ebenso gibt es eine kleine Niederlassung in Essen. Dass hier der dritte Teil der Spende ankam, liegt an Bernd Nowack: „Ich habe Bekannte, die sich bei der Suchthilfe engagieren, über diesen Kontakt habe ich von der Notschlafstelle gehört und war schnell überzeugt, dass das ein würdiger Empfänger für das Geld ist.“ Bei der Scheckübergabe am Montag besichtigte Nowack die Unterkunft an der Kastanienallee 58, in der Jugendlichen, die sonst auf der Straße schlafen müssten, sechs Betten, zwei Notschlafplätze sowie Waschgelegenheiten zur Verfügung stehen. Nowack erklärte sich auch einverstanden, dass die Spende „nur“ mittelbar für die Jugendlichen verwendet wird – in Form einer Fortbildung für die Mitarbeiter.
Vermittelt werden soll Fachwissen, das gerade jetzt wieder lebenswichtig ist für den „Raum_58“. „Vor allem am Jahresende sind unsere Gäste sensibler“, erläutert Manuela Grötschel, „es ist dunkler, kälter, durch den Kommerz rund um Weihnachten fühlen sich viele besonders benachteiligt – wenn die jungen Menschen dann den ganzen Tag draußen waren, kann es <ST1:TIME Minute="0" Hour="18">abends</ST1:TIME> schon mal zu aggressivem Verhalten kommen.“ Damit das nicht ausartet in Feindseligkeiten, brauchen die Aufsichtskräfte, von denen immer zwei während der Öffnungszeiten da sind, das Rüstzeug, um auch mit explosiven Situationen umzugehen. „Die Alternative wäre ein Hausverbot für bestimmte Jugendliche“, erläutert Manuela Grötschel, „aber da wir für viele wirklich die letzte Möglichkeit sind, möchten wir das vermeiden.“ Auch Fortbildungsmaßnahmen seien aber nur finanzierbar durch Spenden – die Träger der Einrichtung könnten nur für die Fixkosten wie Miete, Strom und Honorare aufkommen.
Die Großzügigkeit der Mitmenschen sei daher zunehmend wichtig für den Betrieb der Notschlafstelle, unterstrich Manuela Grötschel, denn ein Anliegen der Einrichtung sei, den Straßenkindern ein paar Stunden täglich etwas „Heimat“ zu bieten: mit einem Frühstück, einem Stück Obst oder etwas Schokolade. Daher seien etwa Sachspenden sehr willkommen – vom Hygieneartikel über eine Schachtel Kekse bis zum Buch, das die Jugendlichen <ST1:TIME Minute="0" Hour="18">abends</ST1:TIME> in der Einrichtung lesen können. Geldspenden andererseits ermöglichten überhaupt erst viele Hilfen, die der „Raum_58“ bietet - und bieten muss: wenn etwa Praxisgebühr und Arztbesuch für einen Besucher nötig werden. Grötschel: „Mit den Spenden finanzieren wir alles, was das Leben menschlich macht.“ (vvh)
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i www.skf-essen.de i www.g-h-p.de |
