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05.02.2018 | Führen von Stundenaufzeichnungen – wichtiger als je zuvor!

Bereits mit der Einführung der Sofortmeldepflicht für diverse Wirtschaftsbranchen im Jahr 2009 und zuletzt mit der Einführung des Mindestlohns Anfang 2015 haben wir Sie über das Führen von Stundennachweisen informiert
Sowohl bei Prüfungen durch den Zoll als auch bei Sozialversicherungsprüfungen und neuerdings auch bei Lohnsteueraußenprüfungen sind diese Stundenaufzeichnungen (für einen rückblickenden Zeitraum von mindestens 2 Jahren) auf Verlangen des Prüfers vorzulegen.
Achten Sie daher bitte stets darauf, dass die Aufzeichnungen von Ihren Arbeitnehmern lückenlos geführt werden. Damit die Aufzeichnungen einer Prüfung standhalten, müssen diese mit Datum sowie Beginn, Ende, Dauer der Beschäftigung und einer Bezeichnung der ausgeübten Tätigkeit versehen sein.


Überprüfen Sie bitte zudem die Einhaltung des Mindestlohns, den Anspruch Ihrer Arbeitnehmer auf bezahlten Urlaub als auch die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.
Überwiegend bei den Stundenaufzeichnungen beschäftigter Aushilfen werden häufig weder Urlaubs- noch Krankheitszeiten eingetragen. Dies kann im Rahmen einer Prüfung ggf. zu Nachzahlungen führen.
Außerdem ist es wichtig, dass die Aufzeichnungen am Ende des Monats mit der auf der Lohnabrechnung ausgewiesenen Lohnzahlung übereinstimmen.
Unterzeichnen Sie die Aufzeichnungen am Ende des Monats und sammeln Sie diese bestenfalls in einem separaten Ordner, welchen Sie jederzeit griffbereit haben und auf Verlangen sofort vorzeigen können. Denn dadurch, dass sich die Zollbeamten bei einer Prüfung nicht vorher anmelden, bleibt keine Zeit Aufzeichnungen nachzupflegen.
Zudem kann es zu erheblichen Bußgeldern führen, wenn die Aufzeichnungen nicht umgehend vorgelegt werden können.

Ansprechpartner

Ralf van gen Hassend
Steuerberater
Partner in Duisburg

Tel.: +49 (0) 2065/ 9088-0
Fax: +49 (0) 2065/ 9088-50
Email: ralf.vangenhassend(at)g-h-p.de